Das Feld derAromatherapie ist eines meiner liebsten. Die Allgegenwart von Düften zeigt mir immer wieder, dass es etwas mit den Düften auf sich hat, das wir schlecht in Worte fassen können.
Jede Form von Anhäufung kann den Menschen krank machen. Denn die Welle, das Ein- und Ausatmen im faktischen wie im metaphorischen Sinne ist das eindrücklichste Merkmal des Lebens und des Lebendigseins. Dazu verhelfen uns die Düfte aus der Natur. Um sie zu erriechen, müssen wir einatmen. Um ihre heilbringenden Wirkung zu spüren, müssen wir wieder ausatmen.
Das ist auch der Grund warum die Flüchtigkeit und Reinheit der aus Blüten, Früchten, Hölzern, Blättern und Wurzeln gewonnenen ätherischen Öle, sinnbildlich den Code des Lebens in sich beherbergen.
Kaum etwas vermag unser gesamtes System so rasch zu beeinflussen, wie der Duft. In Bruchteilen reagiert das Limbische System und sendet alle möglichen Formen von Eindrücken, Gefühlen und Empfindungen an uns. Die Freude, welche entsteht beim Riechen von Orange, Zitrone und Mandarine ist herrlich und kann sorglos übergehen in einen von Vanille umwobenen Zustand der Geborgenheit und Ruhe. Pfefferminz verhilft zum Durchatmen und der Earl Grey Tee kickt, weil die Bergamotte Heiterkeit und Friedfertigkeit mit sich führt. Die Rose pflegt den schwangeren Bauch und auch das Kind entspannt sich, besonders wenn noch Lavendel oder Jasmin mit schwingen.
Zypresse und Wacholder bringen ordentlich in den Fluss und Rosmarin vermag Tote aufzuerwecken.
Ätherische Öle und ihre Wirkung
Düfte aus den genannten Anteilen, können mich und meine Umgebung erden, erheitern, erfrischen, erfreuen, reinigen, schützen, aufbauen und beruhigen. In der Regel vertreiben sie das was zu viel ist und ziehen das an, was zu wenig ist. Dadurch eigenen sie sich hervorragend um Ungleichgewichte auszugleichen. Das sie dabei bis auf die Ebene der körpereigenen Hormonproduktion vordringen, kann als eine ihrer Kräfte bezeichnet werden.
Was da im Einzelnen geschieht beschreiben Bücher wie „Das Handbuch der Ätherischen Öle“ von Katharina Zeh sehr gut. Auch die Literatur von Robert Tisserand und der Hebamme Ingeborg Stadelmann, führen in die Materie ein und klären umfassend über die Ätherischen Öle und ihre Wirkweise auf. Verschiedene Lexika der Ätherischen Öle machen das Suchen und Finden eines geeigneten Öles einfach. Sie bieten schnellen und umfassenden Überblick über die Vielzahl der Ätherischen Öle und ihrer Anwendung.
Es kommt bei den ätherischen Ölen, wie auch bei der Homöopathie nicht nur auf das Endprodukt an. Da ätherische Öle ihrer Natur nach flüchtig und flüssig sind, speichern sie, wie das Wasser auch, Informationen. Deshalb empfehle ich ihnen, ein Öl nur dann zu kaufen oder zu verwenden, wenn sie ein gutes Gefühl dabei haben. Meiner Erfahrung nach ist es sehr sinnvoll, biologische Öle zu verwenden und die Finger von den gepantschten, oder kommerziell hergestellten Ölen und ihren Mischungen zu lassen (auch diesen, die so tun als wenn sie rein wären!). Aber, und das gilt für alles was ich hier an Tips und Informationen anbiete: Es entscheidet letztlich immer die persönliche Erfahrung. Und die kann mit einem billigen Öl ähnlich gut sein, wie mit einem energetisch hochwertigen, reinen Naturprodukt. Jeder Mensch empfängt auf seiner individuellen Ebene und verarbeitet auch unvergleichlich. Deshalb steht die eigene Wahrnehmung immer am Anfang und am Ende einer jeden Behandlung und Anwendung.
Ätherische Öle werden in Kopf-Herz- und Basisnoten unterteilt, was zu wissen besonders dann wichtig ist, wenn man vorhat sich seine eigene Ölmischung zu erschaffen.
Die Wirkung ätherischer Öle wird häufig aufgeteilt in körperliche und psychische Wirkungen. Das ist sinnvoll, kann letztlich jedoch nicht die eigene Nase ersetzen. Wenn ich nicht konkret ein Symptom oder einen Zustand behandeln möchte, reicht es meist, sich sein Öl zu erschnuppern und dieses dann in der Tasche mit sich zu führen und immer dann zu riechen, wenn der Bedarf danach besteht. Wunderbar sind Sprays mit dem entsprechenden Heil- oder Lieblingsduft. Sie werden in einem Halbkreis um den Kopf gesprüht, so das ein schützender Duftnebel entsteht. Raumsprays verfolgen die gleiche Idee, nur das sie den Raum in welchem ich mich befinde beduften.
Sprays, die auf die Haut aufgetragen werden, sollten dringlicher auf ihre Reinheit hin geprüft werden. Sie können wie ein liebevolles über den Kopf Streicheln den Rücken stark machen und schlechte Träume vertreiben. Sie können zum Lachen bringen und Tränen trocknen. Sie können Kindern wie Erwachsenen Mut machen, in die Schule oder zur Arbeit zu gehen. Sie sind einfach da und beeinflussen deine Gedankenformen positiv.
Manchmal ist aber auch zu beobachten, dass Jemanden von einem bestimmten ätherischen Öl übel wird. Das werte ich als spontane Abwehrreaktion und als wichtiges Indiz. Dieses Öl wird dann entweder dringend von dem jeweiligen Organismus gebraucht oder aber eben nicht. Das bleibt dann auszuprobieren.
Essenzen, Ölmischungen und andere Präparate werden immer an kühlen, trockenen und dunklen Orten und luftdicht verschlossen aufbewahrt.